Sonntag, 22. Juni 2014

Sonntagsfreude

Nach einer Idee von Kreativberg

Der Künstler ist ja immer fleißig am Geld verdienen, versorgt die große Familie öm ganz alleine und hat immer zu tun. 
Um mit der Kunst soviel Geld zu verdienen, um alle öms zu versorgen, bedarf es vieler Standbeine. 
Eines davon ist die Aufgabe in der Galerie des hiesigen Kunstvereins die aktuellen Ausstellungen auf- und abzubauen. Für den Künstler eine schöne Arbeit, vor allem wenn er mit den Künstlern zusammen arbeitet. 
Unglaublich wie sehr viel Herzblut bei einer Hängung dazugehört. 
Es wird immer viel ausprobiert, wie wirkt ein Objekt hier, wie dort, was passiert wenn wir das Bild noch etwas nach rechts hängen? 
Eine Welt für sich, jeder Kurator einzigartig in seiner Arbeitsweise.
Dieses mal wird ein Künstler seine Videoinstallationen ausstellen. 
Die Fenster der Galerie müssen verdunkelt werden. Des Künstlers Aufgabe. 
So hantiert er seit Tagen mit dunkler Folie und einem sehr hohen Gerüst, um alle Fenster zu verhängen.
Das Nesthäkchen und ich begleiten ihn dabei, nutzen wir doch jede Zeit, die wir irgendwie miteinander verbringen können.
Schön ist es in der Galerie. Ein ganz altes Gemäuer, mit ganz hohen Balkendecken und vielen Fenstern. 



Das Nesthäkchen liegt auf der Decke und spielt und wird auch immer wieder von uns herumgetragen. 
Dabei singen wir und summen und tönen, denn der Raum hallt und da kann man einiges mit der Stimme ausprobieren. 
Das Nesthäkchen in des Künstlers Armen, der ihm ein Lied vorsingt und Frau öm, die dazu eine ganz andere Melodie summt. 
Das gefällt uns allen dreien und diese Arbeit kann man sich wirklich gefallen lassen. 
Nur bei dem Klettern über das hohe Gerüst, in die Fensternischen, da muss ich doch die Augen schliessen...
Meine Sonntagsfreude aber ist die Tatsache, dass wir den Eindruck gewinnen, für jedes verdunkelte Fenster kommt in einem anderen mehr Licht herein. 
So als wolle das Licht sich immer im gleichen maße verteilen und ein Spalt kann soviel Helligkeit bringen wie zuvor ein Fenster! 
Wie schön, diese Tatsache, dass immer irgendwo ein Lichtlein herkommt. Etwas, was mir diese Tage wirklich mein Herz erwärmt.


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