Sonntag, 10. August 2014

Sonntagsfreude

Nach einer Idee von Kreativberg

Am Samstag in der Frühe zog ich mit dem kleinen Nesthäkchen, ins Tuch auf den Rücken gebunden, dem dicken Hund und Kater Camus los. 
Dieses mal sind wir nicht unsere übliche Runde über die Brücke gelaufen, sondern gleich am Fluss entlang. 
Einen ganz schmalen Pfad gibt es dort, der durch den Wald führt, links steil unten der Fluss, rechts steil hinauf ein dichter, wilder Wald. 
Kater Camus ist dieser Weg doch zu unsicher und unbekannt, dort lauern für ihn wohl zu viele Gefahren, er hat schnell umgedreht und das Weite gesucht. Aber wir anderen drei sind weiter gelaufen, immer weiter, bis sich der Weg in eine Wiese öffnet. 
Schön ist es dort, schön und auch ein bisschen einsam. 
Weiter vorne wächst der große Kastanienbaum in den Himmel. Dort, umgeben von Wiesen sitze ich gerne, wenn es zu warm ist, um weiter zu gehen, oder im Herbst, während der dicke Hund den von mir geworfenen Kastanien über die Wiese hinterherjagt. 
Aber dieses mal sind wir den schmalen Pfad den Berg hinauf gelaufen. 
Über Stufen und einer hoch gewachsenen  vom Morgentau noch feuchten Wiese, an wilden Pflaumen und Schlehen vorbei. Ganz hinauf, fast bis zum Waldrand führt dort der Weg. 
Dort oben haben wir eine schöne Aussicht über unser Tal, in dem sich in Schlangenlinien der Fluss windet. 
Hier oben wächst auch das Johanniskraut, um dieses zu sammeln wir heute hier unterwegs sind. In Gruppen steht es da am Wegesrand zwischen Wegwarte und anderen wilden Kräutern. 
Ich pflücke mir einen ganzen Strauss, atme dabei tief den angenehmen Duft das es verströmt ein. 
Eine tiefe Ruhe und Dankbarkeit erfüllt mich. Wie gut tun mir diese Augenblicke in der Natur, beim sammeln und staunen.
Zu Hause setzte ich aus dem mitgebrachten Kraut ein Johanniskrautöl an, das nun in einer Glasflasche auf dem Fenstersims in der Sonne steht. 
Bald wird es fertig sein und unsere Hausapotheke mit seinen Heilkräften bereichern. Dieses rote Johanniskrautöl, welches mich noch im kalten Winter an diesen schönen Sommertag erinnern wird, meine Sonntagsfreude!































...wieder ein Handybild, dieses mal auch schon bei Instagram gezeigt,...aber ihr wisst ja, das Töchterle und die Kamera und so...

3 Kommentare:

  1. Oh, Johanniskraut - hier auch in der Hausapotheke :)

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  2. so einfach ist das? bist du ganz ohne bestimmungsbuch losgezogen? bist du dir so sicher oder hast du soviel vertrauen? ich träume heimlich auch davon, mehr in der natur zu sammeln und zu verwenden, aber tief in mir drin ist ein leises stimmchen "was, wenn du dich irrst? was, wenn trotz bestimmungsbuch und internetrecherche dieses pflänzchen giftig ist?" überwindet man dieses stimmchen irgendwann? liebe grüße!

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    1. Ich ziehe ohne Bestimmungsbuch los, um meine Kräuter zu sammeln. Ich kenne nicht sehr viele Pflanzen, die die ich sammle kenne ich aber wirklich sehr gut. Ich schaue mir die Pflanze sehr genau an (beim Johanniskaraut zum Beispiel sehe ich die kleinen Punkte an der Blattunterseite, und weiß, wenn man die Blätter zerreibt färben sie rot), erspüre aber auch die Pflanze. Was drückt sie aus, wie riecht sie?
      Lass dich doch von einer Kräuterwanderung inspirieren. Es ist immer gut, wenn eine Fachfrau oder ein Fachmann einem die Pflanzen zeigt und erklärt. Tausend mal besser wie Bestimmungsbücher. Höre gut auf deine innere Stimme, den die ist gerade bei so feinfühligen Sachen wie Heilpflanzen so wichtig. Als Buch kann ich dir `Medizin der Erde´ von Susanne Fischer-Rizzi ans Herz legen.
      Zusammen losziehen wäre schön, aber leider ist was im www so nahe scheint im offline Leben so weit entfernt, nicht wahr?
      Liebe Grüße

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