Ist es in euren Herzen schon weihnachtlich?
Kommenden Montag ist schon Wintersonnwende. Am Donnerstag der lang ersehnte Heilige Abend.
Gestern am Abend war ich an unserer Schule beim Oberuferer Christgeburtspiel. Wie bei Frau Siebensachen geht es auch mir so, Jahr für Jahr: dies ist für mich der Tag, an dem bei mir im Herzen ein kleines Weihnachtslichtchen angeht.
In unserem Städtchen werden Familien gesucht, die minderjährige Flüchtlinge, die ohne Begleitung zu uns kommen, in ihrer Familie aufnehmen.
Wo wir schon bei dem Weihnachts-Thema überhaupt wären. Junge Menschen suchen Herberge, offene Türen und Herzen, bitten um Hilfe.
Das rührt mein Herz sehr. So sehr.
In schwachen Augenblicken sehe ich meinen großen Sohn vor mir, wie er in einem fremden Land- bei uns Krieg, wir Eltern tot- eine Familie findet, die ihn aufnimmt. Ihn versorgt, tröstet, unterstützt.
Wir haben ein großes Haus, in dem ein Zimmer frei ist.
Wir haben selbst zwei jugendliche Söhne.
Ich bin den Tag über zu Hause.
Und ganz frei nach den Brüdern Löwenherz von Astrid Lindgren: "Weil man sonst kein Mensch ist, sondern nur ein Häuflein Dreck".
Also haben wir nun eine e.mail an das Jugendamt geschrieben. Unsere Herzen sagen sofort ja, ja nehmt ein Kind auf, schützt es und versorgt es, tut etwas, irgendwas und schaut nicht nur zu.
Aber es gibt nun einmal auch immer eine Kehrseite. Immer. Diese Kehrseite ist es immer, die es einem nicht einfach macht.
Angst.
Angst davor jemand völlig fremdes in unser Haus, in unsere Familie zu lassen.
Angst davor uns völlig zu überfordern, kräftemässig.
Die Großen hadern. Sie haben Angst davor verantwortlich zu sein, dass sie ins Hintertreffen geraten, sie unsere Zeit, Liebe, Aufmerksamkeit noch mehr teilen müssen.
Merkt ihr es? Es gibt beim abwägen viele `fürs´, aber eben auch einige `wider´
Wir lassen uns Zeit.
So eine Entscheidung ist immer ein Prozess. Ein Prozess, wo jedes einzelne Familienmitglied gehört werden muss. Wo ganz viele Fragen geklärt werden müssen.
Sich die Herzen und Ohren öffnen müssen.
Und obwohl es noch in der Waage steht, ob wir Jemanden aufnehmen, bin ich dennoch froh.
Denn wir lassen uns solch Gedanken denken und auf jeden Fall wird sich etwas Gutes daraus ergeben.
Für uns und einen Flüchtling. Dessen bin ich ganz gewiss.
Freitag, 18. Dezember 2015
Montag, 14. Dezember 2015
Zwischenzeiten
Unser Töchterle ist nun in Neuseeland und schickt uns regelmassig Fotos, auf denen sie herrlich entspannt und wunderschön aussieht!
Mein Mamaherz hüpft, ich bin sehr beruhigt und schicke ihr jeden Tag all meine Liebe hinüber.
Der Abschied war schlimm (für mich, weil ich wirklich so gar nicht mehr sprechen konnte und ihr doch so gerne gesagt hätte wie ganz und gar wunderbar sie ist und wie sehr ich sie liebe. Für sie, weil sie Abschiede sehr hasst und uns noch lange am Flughafen ertragen musste...jaja, so ist sie die Frau öm, ein richtig großer Klammeraffe!!)
Aber seit sie nun gut angekommen ist und schon ihre ersten Abenteuer erlebt hat, dort im fernen,schönen Neuseeland, geht es uns allen wieder gut, Mit etwas vermissen, ganz klar, aber eben auch voller Freude.
So ihr wisst Bescheid.
Es gibt mich noch. Jetzt sicher wieder öfter:)
Mein Mamaherz hüpft, ich bin sehr beruhigt und schicke ihr jeden Tag all meine Liebe hinüber.
Der Abschied war schlimm (für mich, weil ich wirklich so gar nicht mehr sprechen konnte und ihr doch so gerne gesagt hätte wie ganz und gar wunderbar sie ist und wie sehr ich sie liebe. Für sie, weil sie Abschiede sehr hasst und uns noch lange am Flughafen ertragen musste...jaja, so ist sie die Frau öm, ein richtig großer Klammeraffe!!)
Aber seit sie nun gut angekommen ist und schon ihre ersten Abenteuer erlebt hat, dort im fernen,schönen Neuseeland, geht es uns allen wieder gut, Mit etwas vermissen, ganz klar, aber eben auch voller Freude.
So ihr wisst Bescheid.
Es gibt mich noch. Jetzt sicher wieder öfter:)
Freitag, 6. November 2015
Herbst mit Nesthäkchen
Wenn vor dem Schlafzimmerfenster ein Gerüst steht und auf diesem wilde Männer herumlaufen, schließe ich zum anziehen und umziehen, zum schlafen und kuscheln im großen Bett , gerne die Läden. Und das Nesthäkchen nutzt dies gerne aus. Es renn mir hinterher ins Schlafzimmer, wirft die Türe mit schmackes zu und schaltet das Licht aus. So. Da stehen wir Beiden, im Dunkeln, verharrend, das Nesthäkchen ganz andächtig und staunend und ich je nach Zustand auf einem Bein balancierend, das andere Bein in der engen Leggings gefangen oder den Kopf tief eingetaucht im Kleiderschrank, nach gewaschenen, passenden Lieblingskleidungstücken fahndend und nun schimpfend auf der Suche, mit den Händen vorsichtig tastend, nach dem rettenden Lichtschalter.
So jeden Tag. Mehrmals.
Abends, oder besser am Nachmittag, wenn draussen die blaue Stunde beginnt, fängt das Nesthäkchen an vom Mond zu sprechen. Dieser große rund leuchtende Mond, der noch vor einigen Tagen so rund am Himmel stand. Jeden Abend vor dem schlafen geht das Nesthäkchen ins Wollsäckchen gepackt, mit Mütze auf dem Kopf und in eine warme Decke geschlungen, auf Papas Arm, hinaus um nach dem Mond zu schauen. Leider geht dieser gerade so spät auf, das ihn das Nesthäkchen nicht zu Gesicht bekommt. Aber die Sterne blinken und ab und an auch ein Flugzeug. Dies tut der Begeisterung für seinen Mond keinen Abbruch, schon am nächsten Abend geht er wieder auf die Suche nach ihm.
Wenn das Nesthäkchen neben mir auf dem Laubhaufen liegt. Wir nach oben in den Himmel schauen, der in diesem Novemberanfang noch immer so blau strahlt. Und wir dabei ein Buntspechtpaar entdecken. Da wird das Nesthäkchen ganz leise und schaut und schaut...
Am Flussufer, wo die Brenneseln wachsen, die uns dennoch nie abhalten können nach den Enten zu schauen, nach den Steinen und dem kleinen Stückchen Sandufer, welches das Nesthäkchen gerne als Sandkasten nutzt, jetzt wo u Hause im Garten so gar keine Ruhe zu finden ist, um im Sandkasten zu spielen. Die Brennnesseln kennt er gut, weiß sie genau zu unterscheiden von den anderen Pflanzen dort am Ufer, bahnt sich seinen Weg sicher durch sie hindurch.
Wenn ich unseren Zimmermännern ihr Café auf den Terrassentisch stelle, immer mit Kuchen, Vesper, Brezeln und anderen Leckereien, möchte der Kleien so gerne mithelfen. So springt er zum Geschirrschrank und flugs haben unsere Bauarbeiter nicht nur die von Mama hingestellten schlichten weißen Tasse da stehen. Jetzt gibt es Blümchentassen, Teller mit Pfauen darauf und Schüsselchen mit Vögel :)
Das Nesthäkchen liebt Mandarinen. diese ganz kleinen festen, die recht säuerlich schmecken.
Er holt sie sich aus der Biokiste, schält sie ganz selbständig und isst sie voller Genuss auf, mit viel mmhm! und ahh!
Nach dem essen nimmt er die Schalen und bringt diese in den Müll, was er natürlich uns allen auch gleich noch mitteilt.
Ach apropos Müll: er schmeißt gerade alles in den Müll, seinen Holzzug, Mützen, Mamas Schmuck. Also wenn hier im Haus etwas vermisst wird, nicht mehr in den Töpfen nachschauen, das Gesuchte findet sich sicher im Müll!
So jeden Tag. Mehrmals.
Abends, oder besser am Nachmittag, wenn draussen die blaue Stunde beginnt, fängt das Nesthäkchen an vom Mond zu sprechen. Dieser große rund leuchtende Mond, der noch vor einigen Tagen so rund am Himmel stand. Jeden Abend vor dem schlafen geht das Nesthäkchen ins Wollsäckchen gepackt, mit Mütze auf dem Kopf und in eine warme Decke geschlungen, auf Papas Arm, hinaus um nach dem Mond zu schauen. Leider geht dieser gerade so spät auf, das ihn das Nesthäkchen nicht zu Gesicht bekommt. Aber die Sterne blinken und ab und an auch ein Flugzeug. Dies tut der Begeisterung für seinen Mond keinen Abbruch, schon am nächsten Abend geht er wieder auf die Suche nach ihm.
Wenn das Nesthäkchen neben mir auf dem Laubhaufen liegt. Wir nach oben in den Himmel schauen, der in diesem Novemberanfang noch immer so blau strahlt. Und wir dabei ein Buntspechtpaar entdecken. Da wird das Nesthäkchen ganz leise und schaut und schaut...
Am Flussufer, wo die Brenneseln wachsen, die uns dennoch nie abhalten können nach den Enten zu schauen, nach den Steinen und dem kleinen Stückchen Sandufer, welches das Nesthäkchen gerne als Sandkasten nutzt, jetzt wo u Hause im Garten so gar keine Ruhe zu finden ist, um im Sandkasten zu spielen. Die Brennnesseln kennt er gut, weiß sie genau zu unterscheiden von den anderen Pflanzen dort am Ufer, bahnt sich seinen Weg sicher durch sie hindurch.
Wenn ich unseren Zimmermännern ihr Café auf den Terrassentisch stelle, immer mit Kuchen, Vesper, Brezeln und anderen Leckereien, möchte der Kleien so gerne mithelfen. So springt er zum Geschirrschrank und flugs haben unsere Bauarbeiter nicht nur die von Mama hingestellten schlichten weißen Tasse da stehen. Jetzt gibt es Blümchentassen, Teller mit Pfauen darauf und Schüsselchen mit Vögel :)
Das Nesthäkchen liebt Mandarinen. diese ganz kleinen festen, die recht säuerlich schmecken.
Er holt sie sich aus der Biokiste, schält sie ganz selbständig und isst sie voller Genuss auf, mit viel mmhm! und ahh!
Nach dem essen nimmt er die Schalen und bringt diese in den Müll, was er natürlich uns allen auch gleich noch mitteilt.
Ach apropos Müll: er schmeißt gerade alles in den Müll, seinen Holzzug, Mützen, Mamas Schmuck. Also wenn hier im Haus etwas vermisst wird, nicht mehr in den Töpfen nachschauen, das Gesuchte findet sich sicher im Müll!
Mittwoch, 4. November 2015
Newzealand!
Es gibt Neuigkeiten vom Töchterle. Große Neuigkeiten. Unfassbar große und vor allem weite Neuigkeiten.
Sie geht nach Neuseeland.
Ja, NEUSEELAND. Genau dieses Neuseeland, welches sich genau auf der anderen Seite der Erde befindet.
Mein zartes, kleines Töchterle geht dort hin. Für ein Jahr. ( Kreisch) KREISCH!!
Natürlich ist das ganz wunderbar. Wirklich. Sie ist ja so stark und mutig und so frei.
Und Neuseeland ist toll und bestimmt wunderschön und ein solches Abenteuer.
Und wenn nicht jetzt wann dann?
Und dennoch, ich meine Neuseeland (ruhig atmen...ein und aus und ein und aus)!
Ach ich bin so furchtbar stolz auf sie. Weil sie nicht nur redet und träumt, weil sie es tut, es verwirklicht.
Und ich weiß wie stark sie ist und selbständig und eben ganz und gar wunderbar.
Ich bin so sehr froh, dass sie ihre Träume lebt, sie ausprobiert.
Genauso, wirklich ganz genau so habe ich sie mir immer gewünscht.
Meine Tochter.
Und gefürchtet habe ich mich ebenso.
Schon die ganze Zeit. Seit ich sie gesehen habe auf dem allerersten Ultraschallbild. Sieben Wochen war sie da alt, noch geborgen und sicher in meinem Bauch.
Dieses kleine wunderbare Wesen, dieses Wunder.
Seither habe ich mich so sehr davor gefürchtet, vor genau diesem Augenblick. Das sie geht. Das ich sie ziehen lassen muss.
Ich werde tapfer sein, ich bin tapfer.
Eine Löwenmama.
Ich werde lächeln und helfen vorzubereiten, mitorganisieren.
Und ich werde weinen. Ganz still und leise und heimlich.
Mein Herz reist mit dir mit, mein Töchterle...
Sie geht nach Neuseeland.
Ja, NEUSEELAND. Genau dieses Neuseeland, welches sich genau auf der anderen Seite der Erde befindet.
Mein zartes, kleines Töchterle geht dort hin. Für ein Jahr. ( Kreisch) KREISCH!!
Natürlich ist das ganz wunderbar. Wirklich. Sie ist ja so stark und mutig und so frei.
Und Neuseeland ist toll und bestimmt wunderschön und ein solches Abenteuer.
Und wenn nicht jetzt wann dann?
Und dennoch, ich meine Neuseeland (ruhig atmen...ein und aus und ein und aus)!
Ach ich bin so furchtbar stolz auf sie. Weil sie nicht nur redet und träumt, weil sie es tut, es verwirklicht.
Und ich weiß wie stark sie ist und selbständig und eben ganz und gar wunderbar.
Ich bin so sehr froh, dass sie ihre Träume lebt, sie ausprobiert.
Genauso, wirklich ganz genau so habe ich sie mir immer gewünscht.
Meine Tochter.
Und gefürchtet habe ich mich ebenso.
Schon die ganze Zeit. Seit ich sie gesehen habe auf dem allerersten Ultraschallbild. Sieben Wochen war sie da alt, noch geborgen und sicher in meinem Bauch.
Dieses kleine wunderbare Wesen, dieses Wunder.
Seither habe ich mich so sehr davor gefürchtet, vor genau diesem Augenblick. Das sie geht. Das ich sie ziehen lassen muss.
Ich werde tapfer sein, ich bin tapfer.
Eine Löwenmama.
Ich werde lächeln und helfen vorzubereiten, mitorganisieren.
Und ich werde weinen. Ganz still und leise und heimlich.
Mein Herz reist mit dir mit, mein Töchterle...
Montag, 2. November 2015
Wer will fleißige Handwerker sehen?
Wir bekommen ein neues Dach!
Seit zwei Wochen tanzen mir drei Zimmermänner auf dem Dach herum. Sie hämmern und bohren, werfen mit Ziegel um sich.
Sie arbeiten daran, dass wir ein wunderschönes, isoliertes, warmes Dach bekommen.
Drei wilde Kerle, tätowiert, bärtig in Zimmermannstracht klettern auf dem Gerüst und Dach herum, schäkern mit dem Nesthäkchen, essen mir die Haare vom Kopf und bringen einen unheimlichen Wirbel mit sich.
Ich weiß nicht mehr wo mir der Kopf steht. Es ist unheimlich anstrengend, wenn jeden Tag Baustelle herrscht.
Es ist laut und unruhig, das Nesthäkchen ist ausser sich und aufgeregt, ruft immer "Hallo, Mann", rennt von einem Fenster zum nächsten, versucht Leiter zu erglimmen und aus der Türe zu entkommen.
Und es ist wie es ist, eigentlich ja immer bei uns, wenn den schon ein Gerüst um das Haus steht, können wir ja auch gleich Risse am der Fassade spachteln und die Fassade streichen.
Ein absolutes Mamutprojekt, welches alle noch so kleinen Zeitfenster des Künstlers verschlingt.
Eigentlich hätte ich es ja gerne gehabt, dass wir unser, von aussen etwas tristes, Haus mit Holzplanken verkleiden- so wie die Villa Kunderbund oder die Häuser aus Bullerbü...aber das wäre doch viel viel zu teuer gewesen und so gibt es eben einen neuen Anstrich.
Mittlerweile habe ich ganz schönes Herzklopfen und die Luft bleibt auch ab und an mal weg.
Ich hoffe sehr, dass in der nächste Woche etwas Ruhe einkehrt!
Seit zwei Wochen tanzen mir drei Zimmermänner auf dem Dach herum. Sie hämmern und bohren, werfen mit Ziegel um sich.
Sie arbeiten daran, dass wir ein wunderschönes, isoliertes, warmes Dach bekommen.
Drei wilde Kerle, tätowiert, bärtig in Zimmermannstracht klettern auf dem Gerüst und Dach herum, schäkern mit dem Nesthäkchen, essen mir die Haare vom Kopf und bringen einen unheimlichen Wirbel mit sich.
Ich weiß nicht mehr wo mir der Kopf steht. Es ist unheimlich anstrengend, wenn jeden Tag Baustelle herrscht.
Es ist laut und unruhig, das Nesthäkchen ist ausser sich und aufgeregt, ruft immer "Hallo, Mann", rennt von einem Fenster zum nächsten, versucht Leiter zu erglimmen und aus der Türe zu entkommen.
Und es ist wie es ist, eigentlich ja immer bei uns, wenn den schon ein Gerüst um das Haus steht, können wir ja auch gleich Risse am der Fassade spachteln und die Fassade streichen.
Ein absolutes Mamutprojekt, welches alle noch so kleinen Zeitfenster des Künstlers verschlingt.
Eigentlich hätte ich es ja gerne gehabt, dass wir unser, von aussen etwas tristes, Haus mit Holzplanken verkleiden- so wie die Villa Kunderbund oder die Häuser aus Bullerbü...aber das wäre doch viel viel zu teuer gewesen und so gibt es eben einen neuen Anstrich.
Mittlerweile habe ich ganz schönes Herzklopfen und die Luft bleibt auch ab und an mal weg.
Ich hoffe sehr, dass in der nächste Woche etwas Ruhe einkehrt!
Montag, 26. Oktober 2015
Plastikfreier Leben
Das Projekt unser Leben plastikfreier zu gestalten ist noch immer am laufen. Mittlerweile haben wir es geschafft den Plastikmüll um über die Hälfte zu reduzieren. Was mich einerseits sehr stolz macht und andererseits auch echt erschreckt: wie viel Müll wir noch immer produzieren!
Freunde und Bekannte wissen alle bescheid, halten uns mehr oder weniger für verrückt, eigenartig, eventuell sogar für verschwenderisch. Die am häufigsten gestellte Frage ist: Wie könnt ihr euch das leisten? Denn ein plastikarmes einkaufen läuft eigentlich darauf hinaus, dass man eigentlich nicht mehr im Discounter einkaufen gehen kann. Schon gar nicht, wenn man auch noch eher Bioprodukte kauft, die besonders gerne nochmals in Folie gewickelt werden. Ach, eigentlich kann man auch in den normalen Supermärkten kaum etwas finden. Leider auch bei den Biosupermärkten, auch diese entpuppen sich als wahre Plastikhöllen. Tja. Da bleibt nicht viel. Selbermachen währe wohl der Idealfall. Leider aber für mich nicht immer praktikabel.
Vor einigen Wochen haben wir einen wunderbaren Demeterhof entdeckt, der im Hofladen unverpackte Lebensmittel verkauft. Nicht nur das Getreide und Flocken, welche auch sonst gerne in Papier verpackt verkauft werden. Auch Nüsse, Rosinen, Trockenfrüchte, Zucker,... werden dort in großen Gläsern angeboten und in unsere mitgebrachten Behälter gefüllt.
Wirklich sehr schön dort, ein Traum, ein Tante Emma Laden, wie annodazumal, in Demeter Qualität. Aber eben auch teuer.
Dennoch kaufen wir dort ein. Wir, eine sechsköpfige Familie.
Dafür gibt es für uns eben keine Schnickschnack-Artikel mehr. Also Cornflakes, Zimtchips, Schokotaschen, Schokoriegel, Joghurtecken, Toastbrot, Fertiggerichte, Pasta aus dem Kühlregal,usw.
Angebotsware, wie Kleidung, Gummistiefel, Schulutensilien, Gartenhandschuhe, Küchenmaschinen, Taschenrechner, Socken im Siebenerpack, TippEx, Puzzles, Feinstrumpfhosen und wie die endlose Liste weitergeht - gibt es für uns nicht mehr.
Wir verpassen sie, diese neusten Schnäppchen, die immer gerade da auftauchen, wo man sie doch besonders gut brauchen kann und man doch erst neulich festgestellt hat das man genauso eine Küchenuhr noch sehr vermisst, welche nun im Wühlkorb für 2,34€ vor einem liegt.
Hat unser Hof nicht, keine Wühlkörbe, keine Schnäppchen, kein Schnickschnack.
Dafür gibt es den Esel Beni und die nette Verkäuferin, die uns schon gut kennt und den tollen Spielzeugkorb unter dem Regal, mit dem roten Auto darin, welches das Nesthäkchen so mag.
Das Geld, welches nun länger in unseren Geldbeuteln verweilt, investieren wir in wirklich hochwertige, plastikfreie Lebensmittel.
Natürlich gehen wir auch Kompromisse ein. Chips zum Beispiel. Oder das leckere Eis, welches die Großeltern in Großpackungen für die Hühner mitbringen. Und für was die Kinder ihr Taschengeld ausgeben ist auch weiterhin ihre Entscheidung, natürlich kaufen sie sich Schokoriegel und Co, deren Verpackungen weiterhin im gelben Sack landen.
Wir sind auf dem Weg, und sind es weiterhin gerne.
Doch, doch, die Hälfte (!) des Mülls zu reduzieren ist doch eine schon recht gute Leistung, nicht wahr?
Freunde und Bekannte wissen alle bescheid, halten uns mehr oder weniger für verrückt, eigenartig, eventuell sogar für verschwenderisch. Die am häufigsten gestellte Frage ist: Wie könnt ihr euch das leisten? Denn ein plastikarmes einkaufen läuft eigentlich darauf hinaus, dass man eigentlich nicht mehr im Discounter einkaufen gehen kann. Schon gar nicht, wenn man auch noch eher Bioprodukte kauft, die besonders gerne nochmals in Folie gewickelt werden. Ach, eigentlich kann man auch in den normalen Supermärkten kaum etwas finden. Leider auch bei den Biosupermärkten, auch diese entpuppen sich als wahre Plastikhöllen. Tja. Da bleibt nicht viel. Selbermachen währe wohl der Idealfall. Leider aber für mich nicht immer praktikabel.
Vor einigen Wochen haben wir einen wunderbaren Demeterhof entdeckt, der im Hofladen unverpackte Lebensmittel verkauft. Nicht nur das Getreide und Flocken, welche auch sonst gerne in Papier verpackt verkauft werden. Auch Nüsse, Rosinen, Trockenfrüchte, Zucker,... werden dort in großen Gläsern angeboten und in unsere mitgebrachten Behälter gefüllt.
Wirklich sehr schön dort, ein Traum, ein Tante Emma Laden, wie annodazumal, in Demeter Qualität. Aber eben auch teuer.
Dennoch kaufen wir dort ein. Wir, eine sechsköpfige Familie.
Dafür gibt es für uns eben keine Schnickschnack-Artikel mehr. Also Cornflakes, Zimtchips, Schokotaschen, Schokoriegel, Joghurtecken, Toastbrot, Fertiggerichte, Pasta aus dem Kühlregal,usw.
Angebotsware, wie Kleidung, Gummistiefel, Schulutensilien, Gartenhandschuhe, Küchenmaschinen, Taschenrechner, Socken im Siebenerpack, TippEx, Puzzles, Feinstrumpfhosen und wie die endlose Liste weitergeht - gibt es für uns nicht mehr.
Wir verpassen sie, diese neusten Schnäppchen, die immer gerade da auftauchen, wo man sie doch besonders gut brauchen kann und man doch erst neulich festgestellt hat das man genauso eine Küchenuhr noch sehr vermisst, welche nun im Wühlkorb für 2,34€ vor einem liegt.
Hat unser Hof nicht, keine Wühlkörbe, keine Schnäppchen, kein Schnickschnack.
Dafür gibt es den Esel Beni und die nette Verkäuferin, die uns schon gut kennt und den tollen Spielzeugkorb unter dem Regal, mit dem roten Auto darin, welches das Nesthäkchen so mag.
Das Geld, welches nun länger in unseren Geldbeuteln verweilt, investieren wir in wirklich hochwertige, plastikfreie Lebensmittel.
Natürlich gehen wir auch Kompromisse ein. Chips zum Beispiel. Oder das leckere Eis, welches die Großeltern in Großpackungen für die Hühner mitbringen. Und für was die Kinder ihr Taschengeld ausgeben ist auch weiterhin ihre Entscheidung, natürlich kaufen sie sich Schokoriegel und Co, deren Verpackungen weiterhin im gelben Sack landen.
Wir sind auf dem Weg, und sind es weiterhin gerne.
Doch, doch, die Hälfte (!) des Mülls zu reduzieren ist doch eine schon recht gute Leistung, nicht wahr?
Freitag, 16. Oktober 2015
Kindereien
Kindereien: Seit das Nesthäkchen bei uns lebt hat sich auch unsere Einrichtung verändert. Am großen Tisch steht sein Kinderstuhl, am Sofatisch das Korbstühlen, es gibt ein Regal mit seinen Büchern und Spielsachen. Was uns aber allesamt immer wieder zum schmunzeln bringt sind die Spielsachen, liebevoll aufgebaut und bespielt, über die wir hier seither steigen dürfen. Genau diese Spielbilder möchte ich hier mit euch teilen.
Unser Kleinster spielt am liebsten mit Töpfen, Pfannen und Schüsseln.
Jeder Topf der irgendwie für ihn erreichbar ist, wird zum spielen im Haus verteilt.
So stolpert man schon beim Eingang über seine Töpfe. Gibt es verschwundene Sachen, wie Schlüssel, Babyphone, Stifte oder wichtige Zettel findet man diese garantiert in irgendeinem Topf :)
Unser Kleinster spielt am liebsten mit Töpfen, Pfannen und Schüsseln.
Jeder Topf der irgendwie für ihn erreichbar ist, wird zum spielen im Haus verteilt.
So stolpert man schon beim Eingang über seine Töpfe. Gibt es verschwundene Sachen, wie Schlüssel, Babyphone, Stifte oder wichtige Zettel findet man diese garantiert in irgendeinem Topf :)
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